Seitenschaf | karibucouzy | Sonntag, 16. März 2008, 09:43
Welcome at... Huehnerfarm 147
Die Huhenerfarm 147 beschreibt jenes kleine Universum, verrückte Spielstätte und zauberhafte Traumwelt aus Realität, auf dem sich das karibucouzy seit Anbeginn ihrer Erinnerungen tummelte und austobte und sich noch heute in ihren Traumphasen wiederfindet.
Hier dachte sie sich eine Sprache aus, die es ihr als Möchtegern-Schaf ermöglichte, mit Ameisen zu reden. Sie mauzte geschwätzig mit den unzähligen Katzen des hohen Hofes, zählte die Gänseblümchen auf der Wiese und wadete durch sumpfige Riedgewässer in der sengenden Sonne bei Froschkonzert und Mückenballett.
Sie änderte gern den Wasserverlauf bei Regen auf den Feldwegen, rupfte Gänge in die Kleefelder und verirrte sich nie in diesen verwobenen Labyrinthen, kletterte auf die Kirschbäume - trotz manischer Höhenangst - und schaute den Rotmilanen bei ihren gleitenden Kreisen mit ihren rotleuchtenden Schwanzfedern zu.
Sie lenkte den verrosteten und räderlosen Octavia wie kein zweiter Chauffeur gegen die Stallmauern, ratterte im wagenspeichen-quietschenden blau angemalten Handwagen die Hügel polternd und rüttelnd hinab, staunte in der Werkstatt über die meisterhaft vollführten Reparaturanstalten und Drechselkünste ihres Vaters, gab sich hingebungsvoll Omas kleinen Mitbringsel wie die dicke Sahnetorte zum Frühstück hin oder Muttis geliebte Spaghetti, die nur von der selbstgemachten Totamtensoße aus eigenem Anbau stammenden Früchten übertroffen wurde - das leckerste Essen an jedem bescheidenen Schulsamstag.
Sie war hin und hergerissen von den Blauen Kaninchen, verteidigte ihr Zimmer tapfer gegenüber der bösen und intriganten grau getigerten Katze Morle und war gut Freund mit der 'Weißen und dem schwarzen Schwanz' - der Weisen unter der Schar der lauten Mauzer. Brauchte sie Ruhe, so verkroch sich in den Himbeersträuchern und schwatzte mit den Ameisen und die Welt war wieder in Ordnung oder baute Buden und entschwand in ihre eigene felsenstarke Festung.
Wie ein Huhn auf der Stange, war karibucouzy stets früh auf, saß im Fensterbrett, schaute auf Feld und Weg hinaus und wartete sehnlichst auf den kommenden Sonnenaufgang. karibucouzy unterhielt sich derweil mit Fuchs und Hase, gab der Spinne im Netz in der linken oberen Fensterecke einen Gute-Nacht-Gruß mit und strahlte dann dem ersten warmen Rot entgegen - mit leuchtend grüngelben Augen.
Das karibucouzy raste über Felder, um Junikäfer zu fangen, stiefelte auf den vorzeitlichen Grabhügel, hielt an dem alten Galgenbaum an, dessen Gehängte bei Vollmond nach ihren Mördern und Vollstreckern suchen, und sie schaute auf die Aue hinab, wo all die toten Arme des Flusses mit ihren wilden Wucherungen Tieren Obhut gaben und deren Fiepsen, Geschrei und Gegurgel bis zu ihrem Ohre drangen. Oder sie beobachtete die Fahrradfahrer, Vagabunden und Bummler, Maler und Lotterer, die den Unterweg entlang kamen - vielleicht war ja ihre Ur-Großmutter dabei - und würde das blinde Huhn mit ihren tiefdunklen durchdringenden Augen und dem Aufblitzen ihres Goldzahnes für einige Augenblicke zum Goldfisch im klaren Glase machen.
Am Abend - weit nach Einbruch der Dämmerung - machte sich das blinde Huhn, voller Zufriedenheit über diesen wunderbaren Tag, wieder in Richtung Huehnerfarm auf, jener, deren Postkastennummer - im am Fuße des Hügels und auf der Werderinsel liegenden Dorfes - mal die 147 war.
Hier dachte sie sich eine Sprache aus, die es ihr als Möchtegern-Schaf ermöglichte, mit Ameisen zu reden. Sie mauzte geschwätzig mit den unzähligen Katzen des hohen Hofes, zählte die Gänseblümchen auf der Wiese und wadete durch sumpfige Riedgewässer in der sengenden Sonne bei Froschkonzert und Mückenballett.
Sie änderte gern den Wasserverlauf bei Regen auf den Feldwegen, rupfte Gänge in die Kleefelder und verirrte sich nie in diesen verwobenen Labyrinthen, kletterte auf die Kirschbäume - trotz manischer Höhenangst - und schaute den Rotmilanen bei ihren gleitenden Kreisen mit ihren rotleuchtenden Schwanzfedern zu.
Sie lenkte den verrosteten und räderlosen Octavia wie kein zweiter Chauffeur gegen die Stallmauern, ratterte im wagenspeichen-quietschenden blau angemalten Handwagen die Hügel polternd und rüttelnd hinab, staunte in der Werkstatt über die meisterhaft vollführten Reparaturanstalten und Drechselkünste ihres Vaters, gab sich hingebungsvoll Omas kleinen Mitbringsel wie die dicke Sahnetorte zum Frühstück hin oder Muttis geliebte Spaghetti, die nur von der selbstgemachten Totamtensoße aus eigenem Anbau stammenden Früchten übertroffen wurde - das leckerste Essen an jedem bescheidenen Schulsamstag.
Sie war hin und hergerissen von den Blauen Kaninchen, verteidigte ihr Zimmer tapfer gegenüber der bösen und intriganten grau getigerten Katze Morle und war gut Freund mit der 'Weißen und dem schwarzen Schwanz' - der Weisen unter der Schar der lauten Mauzer. Brauchte sie Ruhe, so verkroch sich in den Himbeersträuchern und schwatzte mit den Ameisen und die Welt war wieder in Ordnung oder baute Buden und entschwand in ihre eigene felsenstarke Festung.
Wie ein Huhn auf der Stange, war karibucouzy stets früh auf, saß im Fensterbrett, schaute auf Feld und Weg hinaus und wartete sehnlichst auf den kommenden Sonnenaufgang. karibucouzy unterhielt sich derweil mit Fuchs und Hase, gab der Spinne im Netz in der linken oberen Fensterecke einen Gute-Nacht-Gruß mit und strahlte dann dem ersten warmen Rot entgegen - mit leuchtend grüngelben Augen.
Das karibucouzy raste über Felder, um Junikäfer zu fangen, stiefelte auf den vorzeitlichen Grabhügel, hielt an dem alten Galgenbaum an, dessen Gehängte bei Vollmond nach ihren Mördern und Vollstreckern suchen, und sie schaute auf die Aue hinab, wo all die toten Arme des Flusses mit ihren wilden Wucherungen Tieren Obhut gaben und deren Fiepsen, Geschrei und Gegurgel bis zu ihrem Ohre drangen. Oder sie beobachtete die Fahrradfahrer, Vagabunden und Bummler, Maler und Lotterer, die den Unterweg entlang kamen - vielleicht war ja ihre Ur-Großmutter dabei - und würde das blinde Huhn mit ihren tiefdunklen durchdringenden Augen und dem Aufblitzen ihres Goldzahnes für einige Augenblicke zum Goldfisch im klaren Glase machen.
Am Abend - weit nach Einbruch der Dämmerung - machte sich das blinde Huhn, voller Zufriedenheit über diesen wunderbaren Tag, wieder in Richtung Huehnerfarm auf, jener, deren Postkastennummer - im am Fuße des Hügels und auf der Werderinsel liegenden Dorfes - mal die 147 war.
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